Grüner Smoothie

Grüne Smoothies – gesund und lecker!? Was tun, wenn der Smoothie nicht schmeckt?

Vor allem Smoothie-Einsteigern kann es passieren, dass der grüne Smoothie nicht wie gewünscht gelingt: Dann schmeckt er vielleicht zu sauer, zu bitter oder zu grasig. Er kann auch zu faserig, zu zähflüssig oder zu wässrig geraten. Auch erfahrenere Smoothianer sind nicht davor gefeit, einmal daneben zugreifen.

Wenn der grüne Smoothie nicht gelingt, haben Sie im Prinzip vier Möglichkeiten:

  1. Die „Augen-zu-und-durch-Methode“: Das Getränk tapfer schlucken in der Gewissheit, dass es in den meisten Fällen gesund ist. Können Sie machen … macht aber dauerhaft keinen Spaß.
  2. Die „Schlechtes-Gewissen-Methode“: Das Ganze als ungenießbar abstempeln und in den Ausguss schütten. Ist aber wirklich zu schade um die oftmals sehr vitaminreichen und nährstoffreichen Zutaten.
  3. Die „Retten-was-zu-retten-ist-Methode“: Sich bemühen, den Smoothie mit zusätzlichen Komponenten aufzuhübschen. Das ist auf jeden Fall den Versuch wert.
  4. Die „Von-an-Anfang-alles-richtig-machen-Methode“: Mit den passenden Zutaten einen genießbaren, wenn nicht sogar leckeren Grünen Smoothie zaubern.

Bei den ersten beiden Punkten entscheiden Sie, ob Sie danach handeln wollen. Für die Punkte 3 und 4 haben wir nun einige Tipps für Sie parat.

Grüne Smoothies – rettende Tipps und Tricks für den guten Geschmack

Haben Sie schon einmal den ersten Schluck eines grünen Smoothies mit Wildkräutern getrunken und Ihr Gesicht hat sich leicht angewidert verzogen? Das ist wohl jedem schon passiert. Nachfolgend einige Tipps, wie Sie das Getränk noch retten können. Geben Sie jeweils die genannten Zutaten zusammen mit dem „missratenen“ Smoothie in den Mixer und mischen Sie alles noch einmal gut durch:

  • Fehlt Süße, stehen in erster Linie reife Früchte parat wie Bananen, Melone oder Mango. Auch Trockenfrüchte süßen den Smoothie – allerdings sollten diese möglichst über Nacht eingeweicht werden und sowieso recht sparsam verwendet werden.
    Tipp: Um für den Notfall immer Süße vorrätig zu haben, können Sie eingeweichte Datteln oder andere Trockenfrüchte pürieren und gut verschlossen für ca. 2 Wochen im Kühlschrank aufbewahren: z.B. 20 entsteinte Datteln und ca. 120 ml bis 150 ml Wasser in den Mixer geben, bis eine musige Konsistenz entsteht. Ralf Brosius, Hersteller der Mixer-Marke Revoblend, schließt sich dem an und empfiehlt auch Bananen und / oder Datteln. Lesen Sie in unserem Interview mehr darüber, was einem Smoothie den besonderen Kick verschafft.
  • Schmeckt der grüne Smoothie zu bitter, hilft ein guter Schuss „Aroma“. Versuchen Sie es, sofern im Hause, mit aromatischen, reifen Früchten wie Maracuja, Erdbeeren, Heidelbeeren oder Himbeeren. Eine Zugabe von dem Obst, das bereits im Smoothie enthalten ist, tut es aber auch.
  • Wird der Smoothie zu grasig oder schmeckt irgendwie nach Erde? Dann tut ihm frischer Geschmack jetzt besonders gut. Den erhalten Sie in Form von Zitronen, Limetten oder Orangen. Aber auch verschiedene Kräuter wie Zitronenmelisse oder Minze sorgen für ein angenehmes Aroma. Ingwer mit seinem frisch-würzigen Geschmack ist zwar nicht jedermanns Sache, kann aber durchaus zur Smoothie-Rettung beitragen.
  • Ist der Smoothie zu dickflüssig, hilft einfach das Hinzugeben von Wasser, bis die passende Konsistenz erreicht ist. Alternativ können Sie auch guten Bio-Fruchtsaft verwenden, um den Geschmack nicht zu verwässern.
  • Wenn der Smoothie zu wässrig geraten ist, können Sie eine Banane, eine halbe bis ganze Avocado oder ein bis zwei Esslöffel Mandelmus in Rohkostqualität hinzufügen.
  • Ihnen fehlt irgendetwas am Geschmack – er ist Ihnen nicht rund genug? Experimentieren Sie am besten mit den verschiedensten Gewürzen, z.B. Zimt, Muskat, Vanille, Chili oder Salz. Auch Küchenkräuter wie Petersilie, Koriander oder Basilikum bringen eine gute Geschmacksnote. Verwenden Sie das, wonach Ihnen gerade der Sinn steht und was Sie eh gerne mögen. Als Anregung finden Sie zum Glück auf dieser Seite immer wieder passende Rezepte ;).
    Brennnessel-Smoothie mit Ananas und Zitrone

    Grüner Smoothie aus Ananas, Zitrone und Brennnesseln

    Eine sehr erfrischende Variation ist beispielsweise der Ananas-Zitrone-Smoothie mit Brennnesseln. Aber geben Sie wie immer bei der Dosierung der Wildkräuter acht, denn andernfalls können zu große Mengen an Wildkräutern gerade bei Smoothie-Anfängern für überraschende Reaktionen sorgen.

Aus eigener Erfahrung können wir Ihnen versichern, dass aber auch der Geschmack wie so vieles eine Gewohnheitssache ist. Wir Menschen sind anfangs von einigen natürlichen Geschmäckern überfordert. Das Gute daran ist: Das ändert sich, garantiert! Haben Sie ein wenig Geduld mit sich, erzwingen Sie nichts und gehen Sie mit viel Lust und Laune an das Ganze heran.

Dr. Markus Strauß, Wildkräuter-Experte, bestätigt uns das in unserem Interview und schildert hier nochmals deutlich wie die Integration der Wildkräuter erfolgreich geschehen kann. Um Ihnen den Einstieg in die große grüne Smoothie-Welt zu erleichtern, haben wir für Sie zum Abschluss noch ein leckeres Smoothie-Rezept für Anfänger zusammengestellt.

Der Lust- und Laune-Smoothie

Manche Früchte liefern – neben vielen weiteren wertvollen Inhaltsstoffen – auch gute Laune in Form des Botenstoffs Serotonin. Dazu gehören beispielsweise Bananen, Papayas, Ananas, Feigen oder Avocado. Ein Grund für uns, daraus ein Rezept für Sie zu kreieren:

  • 1 Handvoll Blätter vom Kopfsalat
  • 1 Handvoll Spinat
  • Fruchtfleisch einer reifen Papaya
  • 1/2 Ananas
  • 1 Banane
  • 1 Avocado
  • 3 über Nacht in Wasser eingeweichte Feigen
  • 6 entsteinte Datteln
  • Wasser nach Belieben

Die Wassermenge lassen wir bei unseren Smoothie-Rezepten jeweils offen, weil diese nach eigenem Gusto hinzugegeben werden kann. Geben Sie lieber erst weniger Flüssigkeit hinzu und füllen Sie dann nach, bis die gewünschte Konsistenz Ihres Smoothies erreicht ist. Sie werden schnell ein Gefühl dafür bekommen.

Lassen Sie sich den grünen Smoothie schmecken und schreiben Sie uns, wenn Sie noch weitere Tipps für unsere Besucher haben.

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