Buch-Tipp: „Essbare Wildpflanzen“ von u.a. Steffen Guido Fleischhauer

Wenn Sie sich für essbare Wildkräuter interessieren, bekommen Sie mit dem Buch eine sehr solide und sorgfältig zusammengestellte Übersicht über 200 verschiedene heimische Pflanzen in die Hand. Es ist gespickt mit ausführlichen und laienverständlichen Beschreibungen und vielen weiteren hilfreichen Informationen.

Essbare Wildpflanzen, 200 Arten bestimmen und verwenden, u.a. von Steffen Guido Fleischhauer

Eine große Hilfe und Bereicherung für Wildkräuter-Fans stellt das Buch „Essbare Wildpflanzen“ dar.

Das steht drin

Die vordere Buchhülle enthält die unterschiedlichen Blattumrisse, nach denen die Pflanzen im Buch sortiert sind – gleich mit Angabe der jeweiligen Seitenzahl. Zudem werden einige Zeichen erklärt und es gibt Hinweise zu den Pflanzenbeschreibungen. Nach einer kurzen Einleitung, bei der auch der Fuchsbandwurm angesprochen wird, geht’s auch schon los mit dem Hauptteil.

Bei jeder Pflanze wird mit Zeichen angezeigt, welche Teile essbar sind – Blüte, Blätter, Wurzel oder Früchte. Es werden die jeweiligen Standorte, Inhaltsstoffe und Heilwirkungen beschrieben und Sie erhalten u.a. Infos zu Wuchshöhe sowie Blütezeit und -farbe. Für jedes essbare Teil einer Pflanze gibt es Hinweise zur Verwendung in der Küche. Sie erfahren beispielsweise, dass die Blätter des Waldziest eine besondere Bereicherung für Suppen sind oder dass die gekochten Früchte vom Hartriegel einen leckeren Kräuterschnaps ergeben.

Jede Wildpflanze ist mit einem Farbfoto abgebildet. Für bestimmte, ansonsten eher schwer erkennbare Pflanzenmerkmale wurden filigrane schwarz-weiß Zeichnungen angefertigt. Jedes Pflanzenteil ist verständlich und nachvollziehbar beschrieben.

Nach den Beschreibungen der essbaren Wildpflanzen folgt noch eine Aufzählung von einigen giftigen Pflanzen, bei denen Verwechslungsgefahr besteht. Auch hier sind Farbabbildungen und teilweise schwarz-weiß Zeichnungen mit dabei.

Es folgt eine interessante Aufzählung wichtiger Pflanzeninhaltsstoffe, die vielleicht allgemein nicht so bekannt sind. Dazu gehören beispielsweise Cyanwasserstoff, Iridoide oder Furocumarine. Am Ende enthält des Buch ein sehr praktisches Verzeichnis aller beschriebenen Pflanzen – alphabetisch sortiert und sowohl mit den deutschen als auch mit lateinischen Namen.

Das denken wir

Das Buch ist in unseren Augen ein echter Schatz für Wildpflanzenfreunde. Es ist sehr übersichtlich und gut durchdacht aufgebaut – hier waren wirkliche Pflanzenexperten am Werk. Gleichzeitig ist alles gut verständlich und in klaren Worten erklärt – ohne verwirrende Fachbegriffe. Unserer Auffassung nach steht hier tatsächlich alles drin, was Sie über die jeweilige Pflanze wissen müssen.

Super ist natürlich zu erfahren, welcher Pflanzenteil jeweils wie in der Küche verwendet werden kann – beispielsweise ob roh oder lieber gekocht, besser als Salat oder Gewürz, zu Gemüse oder Eierspeisen, als Tee oder zu Schnaps verarbeitet. Interessant ist zudem, dass für jedes Wildkraut auch der Geschmack beschrieben ist. So können Sie sich von vornherein schon mal überlegen, ob die Pflanze für Sie eine geschmackliche Bereicherung ist oder nicht. Bei den anschaulichen schwarz-weiß Zeichnungen haben die Autoren auch an die Größenangaben gedacht, die auf der vorderen Umschlagseite erklärt werden.

Herausheben möchten wir auch den umfangreichen und gut strukturierten Sammelkalender. Hier erfahren Sie, wann Sie Blätter, Stengel, Blüten, Knospen, Samen, Früchte, Wurzeln oder Zwiebeln der jeweiligen Pflanze sammeln können. Das Buch können Sie auch gut im Rucksack transportieren – es hat A5-Format und ist mit seinen knapp 250 Seiten auch nicht allzu schwer.

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