Allgemeine Informationen
- Wissenschaftlicher Name: Ranunculus ficaria
- Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
- Sammelzeit: Von März bis April bzw. bis zur Blütezeit der Pflanzen können Sie die glänzenden Blätter sammeln. Die Wurzelknöllchen und Blütenknospen werden im Mai und Juni geerntet.
- Orte: Das Scharbockskraut bevorzugt feuchte und nährstoffreiche Standorte sowie Ton- und Lehmböden. Es wächst in Gebüschen, im Wald, an Wiesen, Weg- und Parkrändern sowie in der Nähe von Teichen und Seen.
- Inhaltstoffe: In den Blättern finden sich Vitamin C, Gerbstoffe, Flavonoide, Saponine, Ranunculin sowie Protoanemonin. Die Wurzeln enthalten Urease, Asparagin und Gerbstoffe.
- Verwendete Pflanzenteile: Für den Smoothie verwenden wir die Blätter vor der Blüte.
Besonderheiten
Die jungen glänzenden Blätter können Sie hacken und in Wildkräutersalate, Salatsoßen, Kräuterquark bzw. -käse und Kräutermischungen sowie aufs Butterbrot und in den Grünen Smoothie geben. Zudem passen die Blätter in Kräuterpüree und zu Bratgerichten. Wenn Sie die Blätter einige Tage in Salz ziehen lassen und danach in Öl einlegen, können Sie diese auf Vorrat halten. Sie verleihen den Speisen einen leicht säuerlich-scharfen Geschmack. Sobald die Pflanze blüht, schmecken die Blätter dann brennend scharf und signalisieren bereits auf diese Weise: nicht mehr essen. Denn die Pflanze enthält ein schwach-giftiges Alkaloid, das zwar in geringen Mengen nicht schädlich wirkt. Dennoch sollten Sie nicht allzu große Mengen der Blätter auf einmal verzehren. Nach der Blüte nimmt der Alkaloidgehalt zu und die Blätter des Scharbockskraut sind von nun an leicht giftig. Die Scharbockskrautblüten sind NICHT essbar, dafür aber die Blütenknospen sowie die Wurzeln – sie schmecken im rohen Zustand leicht nussig und sind recht stärkereich. Diese Pflanzenteile können Sie als gekochtes Gemüse oder im getrockneten und gemahlenen Zustand als Mehl verwenden. Zudem können Sie diese ebenfalls zwei, drei Tage in Salz ziehen lassen und danach in Essig oder Öl einlegen – dann sind sie ein guter Kapernersatz.Eigenschaften
Dem Scharbockskraut werden blutreinigende, Vitamin-C-zuführende, entzündungshemmende, belebende, antivirale, leberschützende und schmerzlindernde Eigenschaften nachgesagt.Scharbockskraut im Video
Anwendungsbereiche
Wie bereits erwähnt, wurde die Pflanze früher hauptsächlich gegen Skorbut eingesetzt. Heute kommt sie in der Volksmedizin nur selten zum Einsatz, kann aber aufgrund des hohen Vitamin-C-Gehaltes gegen Frühjahrsmüdigkeit und bei Vitamin-C-Mangel genutzt werden. Zudem wird Scharbockskraut zur Blutreinigung eingesetzt und es soll bei Hautunreinheiten und Hämorrhoiden (äußerlich als Sitzbad) hilfreich sein. Der Saft aus den Wurzelknöllchen wird bei Feigwarzen empfohlen. Wichtiger Hinweis Die Verwendung des Scharbockskrauts ist nicht für die Beseitigung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder krankhaften Beschwerden bestimmt. Die hier niedergeschriebenen Angaben beruhen auf Überlieferung und langjähriger Erfahrung. In keinster Weise sollen eben diese Angaben eine Beratung durch einen Arzt ersetzen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte daher an Ihren Arzt oder Ihren Heilpraktiker.Smoothie Rezept mit Scharbockskraut
- 1 kleine Handvoll Blätter vom Scharbockskraut (vor der Blüte)
- 1 Handvoll Babyspinat
- 1 Apfel
- 1 Handvoll (gefrorene) Heidelbeeren
- Saft ½ Limette
- 1 EL Mandelmus
- Wasser oder Eiswürfel nach eigenem Geschmack
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