Allgemeine Informationen
- Wissenschaftlicher Name: Melilotus officinalis
- Pflanzenfamilie: Schmetterlingsblütengewächse (Fabaceae)
- Sammelzeit: Die Blätter zur rohen Verwendung werden zwischen April und Juni – vor der Blüte der Pflanze – gesammelt. Die Blütezeit des Steinklees liegt zwischen Mai und September. Die Triebe der Pflanze erscheinen zwischen April und Juni, während das gesamte Kraut mit Blüten von Mai bis September für gekochte Zubereitungen geerntet werden kann. Die Wurzeln können Sie von September bis April sammeln.
- Orte: Der Steinklee stellt keine hohen Ansprüche. Er ist ein Rohbodenpionier und wächst an trockenen und warmen Standorten. So findet man ihn auf steinigen Wegen und Schutthalden, in Steinbrüchen oder an Böschungen, Bahndämmen und Ackerrändern.
- Inhaltstoffe: Die Pflanze enthält Cumarin, Flavonoide, Melilotosid, Glykoside, Saponine, Cholin, Benzoesäure sowie Schleim- und Gerbstoffe.
- Verwendete Pflanzenteile: Für den grünen Smoothie verwenden wir die zarten jungen Blätter oder – ausnahmsweise – die getrockneten Pflanzenteile.
Besonderheiten
Die jungen Triebe lässt man ein, zwei Tage anwelken und kann dann mit ihnen Gemüsegerichte, Milchspeisen, Bowle oder Wein aromatisieren. Feingeschnitten wird mit ihnen Schnittkäse gewürzt. Das gesamte Kraut samt Blüten kann in Kompott und Marmeladen als Würze mitgekocht werden. In getrockneter Form dient es als Aroma für Limonaden, Weine und Liköre und in Pulverform als süßes Gewürz für Desserts oder zum Backen. Die jungen Blätter können in kleineren Mengen vor der Pflanzenblüte auch roh in Salate gegeben werden. In den genannten Formen passt der Steinklee auch in unseren Smoothie-Maker um grüne Smoothie zu kreieren und bereichert ihn mit einem Waldmeister-vanilleartigen und süßlichen Aroma. Im Übrigen können auch die getrockneten Wurzeln als Gewürz verwendet werden. Wichtig: Aufgrund des hohen Anteils an Cumarin wird empfohlen, Steinklee und seine Pflanzenteile nur in Würzmenge zu verwenden. Es wird vom Verzehr bzw. der Einnahme von Steinklee abgeraten, wenn man Blutverdünner einnimmt bzw. während der Schwangerschaft.
Eigenschaften
Dem Steinklee werden entzündungshemmende, durchblutungsfördernde, wundheilende, beruhigende, schmerzstillende, abschwellende, entkrampfende, harntreibende, lymphtätigkeitanregende und verdauungsfördernde Eigenschaften nachgesagt.Anwendungsbereiche
Der Hauptanwendungsbereich des Steinklees sind Venenleiden, Krampfadern und schwere Beine. Auch gegen Hämorrhoiden, Durchblutungsstörungen, nächtliche Wadenkrämpfe und Lymphstau kommt er zum Einsatz. Äußerlich soll er ebenfalls bei Venenerkrankungen und Hämorrhoiden, aber auch bei Furunkeln, Prellungen, Verstauchungen, Entzündungen, Hautausschlägen und Schwellungen Linderung verschaffen. Helfen soll Steinklee zudem bei Insektenstichen, Blutergüssen, Besenreisern oder Couperouse. Eine innerlich eingenommene Tinktur sowie Steinkleeöl auf die Stirn gerieben wird gegen Kopfschmerzen und ein Steinkleebad für gute Laune empfohlen. Mit Tee aus Steinklee soll man bei Halsschmerzen und Entzündungen im Mundbereich gurgeln. Außerdem heißt es, dass Steinklee die Aufnahme von Kalzium verbessern könne. Hilfreich soll die Pflanze zudem bei Magen-Darm-Beschwerden, Arthritis, Rheuma, Gelenkerkrankungen und Bronchitis sein. Meist wird Steinklee als Tee oder in Fertigpräparaten eingenommen, äußerlich meist als Salbe, aber auch als Breiumschlag oder Kräuterkissen. Wichtiger Hinweis Die Verwendung des Steinklees ist nicht für die Beseitigung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder krankhaften Beschwerden bestimmt. Die hier niedergeschriebenen Angaben beruhen auf Überlieferung und langjähriger Erfahrung. In keinster Weise sollen eben diese Angaben eine Beratung durch einen Arzt ersetzen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte daher an Ihren Arzt oder Ihren Heilpraktiker.Smoothie Rezept mit Steinklee
- ½ Handvoll junge Blätter vor der Blüte ODER 1 EL getrockneten Steinklee
- 5 Endivienblätter
- 1 Apfel
- 1 gute Handvoll Erdbeeren
- 1 EL Mandelmus
- Wasser oder Eiswürfel nach eigenem Geschmack
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