Hanfsamen – hochwertige Eiweiße
Unserer Meinung nach sind Hanfsamen der heimliche Star unter den Samen – weil diese lecker und sehr reichhaltig sind. In vielen antiken Zivilisationen war Hanf ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Heute wird er in vielen Gegenden und Ländern angebaut. Verwendet wird natürlich Nutzhanf, der einen THC-Gehalt von 0,2 % nicht übersteigen darf. Die Hanfsamen sind etwa 3-4 mm groß und braun bis schwarzgrau, manchmal auch graugrün gefärbt. Das herausragende am Hanf ist sein äußerst günstiges Fettsäure- und Aminosäurespektrum. Hanfsamen als Superfood im Smoothie liefern über 20 Aminosäuren, darunter neun essentielle, in qualitativ hochwertiger Form. Das ist für die Veganer und Rohköstler unter Ihnen interessant, aber auch für werdende Mütter, Sportler, Genesende, ältere Menschen – sowie für alle anderen ;)
Grüner Smoothie mit Vogelmiere und Hanfsamen
- 2 EL Hanfsamen
- 1 Handvoll Vogelmiere
- 1 Handvoll Erdbeeren (ersatzweise gefrorene)
- 1 Banane
- 1 Prise Zimt
- Wasser für gewünschte Konsistenz
Chia-Samen – optimales Fettsäuren-Verhältnis
An Chia-Samen kommt momentan kaum jemand vorbei, auch wir nicht - und zwar vollkommen zu Recht. Die Pflanze mit den schwarzen oder weißen, ca. 1 bis 2 mm großen Samen ist ursprünglich in Mittelamerika beheimatet. Die Maya nutzten die Chia-Samen bereits vor 4000 Jahren als Grundnahrungs- und Heilmittel.
- 3-fache Menge an Antioxidantien im Vergleich zu Heidelbeeren
- 15 mal mehr Magnesium als Brokkoli
- 5 mal so viel Kalzium wie Milch
- 3 mal mehr Eisen als Spinat
Grüne Smoothie Rezept: Spinat-Smoothie mit Chia-Samen
- 1 EL eingeweichte Chia-Samen
- 1 Handvoll Spinat
- 3 Blätter Kohlrabigrün
- 1 Mango
- 1 Orange
- 5 über Nacht eingeweichte Datteln (mit Einweichwasser)
- 1 TL rohes Kakaopulver
- Wasser für gewünschte Konsistenz
Leinsamen – verdauungsfördernde Schleimstoffe
Der Flachs kommt ursprünglich aus den Mittelmeergebieten und Westeuropa. Bereits im antiken Griechenland dienten die Leinsamen als Heilmittel bei vielen Beschwerden. Die Samen sind flach, glatt, glänzend, rötlichbraun bzw. gelb und 4 bis 6 mm lang. Leinsamen haben mehr drauf, als Sie vielleicht ahnen – aus diesem Grund haben wir sie auch in diese Aufzählung aufgenommen.
Leinsamen-Grünkohl-Smoothie
- 1 EL über Nacht eingeweichte Leinsamen
- 4 Blätter Grünkohl
- 1 Ananas
- 1 Banane
- 1 EL geschälte Mandeln
- Kokosmilch für gewünschte Konsistenz
Tipps & Hinweise zu den Superfoods
- Einweichen: Das vorherige Einweichen der Samen macht Sinn, wenn Sie bemerken, dass Sie das Ganze nicht so gut vertragen. Außerdem wird dadurch die Phytinsäure neutralisiert, die sonst die Aufnahme verschiedener Nährstoffe behindern könnte. Da diese durchaus auch eine positive Wirkung im Körper hat – z.B. antioxidativ und Blutzuckerregulierung – können Sie selber abwägen, was Ihnen wichtiger ist. Das Einweichwasser bitte vor Gebrauch abgießen und die Samen abspülen.
- Samen kaufen: Zu kaufen gibt’s die Produkte in Bioläden, Reformhäusern oder im online-Handel.
- Inhaltstoffe: Sie können sich sicher vorstellen, dass wir Ihnen hier nur einen Auszug aller Inhaltsstoffe nennen können. Unsere drei Lieblings-Samen sind glutenfrei und auch Allergiker können sie in der Regel problemlos verzehren. Bitte halten Sie im Zweifel dennoch immer Rücksprache mit Ihrem Arzt. In allen drei Samen ist eine sehr hohe Dichte an Nährstoffen enthalten, die im perfekten Zusammenspiel für mehr Kraft und Ausdauer, geistige Klarheit, gute Stimmung – einfach für mehr Wohlgefühl sorgen.
8 Kommentare
kann man Hanfsamen zusammen mit Chiasamen täglich einnehmen?
mfG
Antwort an adi:
Ich wüsste nicht, was dagegen spricht.
Viele Grüße, Thorsten
Hallo Thorsten,
mir fehlen bei den meisten Rezepten die Nährwertangaben. Da ich mich als Vegetarierin zurzeit Low Carb ernähre, wäre es sinnvoll zu wissen, wie viele Kohlenhydrate / Eiweiß in den Smoothies enthalten sind. Könnten Sie mir diese Angaben bitte mitteilen?
Liebe Grüße
Barbara
Antwort an Barbara:
Hallo Barbara,
das ist richtig. Ich bitte aber um Verständnis dafür, dass die Betreuung dieser Seite ohnehin schon sehr zeitaufwändig ist und zudem Smoothie-Rezepte bei uns nicht im Vordergrund stehen. Ich werde mir aber mal überlegen, wie wir diesen Bereich noch ausbauen können und zusehen, dass wir mehr Informationen zu den Smoothies veröffentlichen.
Danke für deinen Hinweis!
Gruß, Thorsten
Kann man Leinöl in den Smoothie machen?
Oder ist das aus irgendeinem Grund nicht empfehlenswert?
Antwort an Katrin:
Hallo Katrin,
wirf doch einmal einen Blick auf unseren Blog-Beitrag “Vielleicht’s und NO GO’s für den grünen Smoothie”. Hier gehen wir näher auf dieses Thema ein.
Viele Grüße,
Thorsten
Welche Meinung und/oder Erfahrung gibt es mit Hülsenfrüchten (Kidneybohnen, Kichererbsen) im Smoothie? Die müssen zwar gegart sein, aber spricht etwas dagegen? Sie sind ja eigentlich ein klasse Eiweißlieferant.
Antwort an Suse:
Hallo Suse,
davon wird im Allgemeinen abgeraten. Das Obst im Smoothie enthält viele Einfachzucker, wenn diese kombiniert werden mit komplexeren Zuckern und Stärke aus Getreide oder Hülsenfrüchten, wird die Verdauung erschwert. Das ist nicht nur unangenehm (Blähungen, Verdauungsprobleme) sondern wahrscheinlich auch schlecht für den Darm.
Am besten die eiweissreichen Hülsenfrüchte deswegen separat konsumieren.
Viele Grüße, Thorsten