Selbst probieren und der „inneren Stimme“ folgen
Nach unserer eigenen Erfahrung sind Wildkräuter überraschend sättigend. Außerdem haben wir das Gefühl, daß sämtliche Gerichte, denen wir Wildpflanzen hinzufügen, leichter verträglich sind und die Verdauung verbessern. Auch an den Geschmack gewöhnt man sich erstaunlich schnell.
Wildkräuter sind Vitalstoff-Giganten
Wildpflanzen sind absolut ursprünglich. In ihr Gedeihen hat der Mensch nicht eingegriffen und folglich keine Eigenschaften weg- oder hinzugezüchtet. Aus diesem Grund beinhalten sie noch das gesamte Spektrum an Nährstoffen. Hinzu kommt, dass die Wildkräuter aus eigener Kraft wachsen und sämtlichen Naturgewalten trotzen. Dadurch sind sie besonders robust und widerstandsfähig und strotzen vor Gesundheit. Diese wunderbaren Eigenschaften geben sie an jeden weiter, der sie verspeist. Das wilde Grün enthält ein Vielfaches an Nährstoffen im Vergleich zu unserem Kulturgemüse. So enthält beispielsweise- die Wegmalve rund das 15-fache an Eiweiß als Endiviensalat
- das Gänseblümchen etwa doppelt so viel Kalzium und Vitamin C als Spinat
- die Brennnessel ungefähr das 7-fache an Eisen als Kopfsalat
- die Vogelmiere fast das 30-fache an Vitamin A als der Chinakohl
Die vier großen B …
… heißen Ballaststoffe, Biophotonen, Bitterstoffe und Basen. Allesamt zeichnen sie die Wildkräuter aus und machen sie zu kleinen, natürlichen Kraftpaketen:- Ballaststoffe sind bekannt dafür, dass sie den Blutzuckerspiegel regulieren, den Appetit zügeln und die Abwehrkräfte stärken. Außerdem unterstützen sie die Ausscheidung von Giften und Schlacken.
- Biophotonen sind wichtig für die Informationsweitergabe zwischen den Zellen. In dieser Funktion können sie den Regulationsprozess in unserem Körper direkt beeinflussen.
- Bitterstoffe können Magen, Leber und Darmflora stärken sowie den Stoffwechsel normalisieren. Insgesamt wird ihnen eine wertvolle Unterstützung des Verdauungssystems zugesprochen.
- Basen sorgen für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt, der für unser Wohlbefinden unerlässlich ist.
Zwei „Geheimwaffen“ der Wildkräuter
Neben den bereits genannten Eigenschaften, die den Wildkräutern zugeschrieben werden, möchten wir noch unbedingt zwei weitere starke, positive „Waffen“ erwähnen:
Wildkräuter - Saisonkalender
Na, haben Sie jetzt Lust auf einen grünen Smoothie mit Wildkräutern bekommen? Alles klar, dann ab in die Natur und sammeln gehen. Ach so, Sie wissen nicht, welche Pflanzen essbar sind? Dann empfehlen wir Ihnen, eine der zahlreichen Wildkräuterführungen bzw. -Wanderungen mitzumachen, die jetzt im Frühling wieder beginnen. Und es macht Sinn, sich ein gutes Buch mit den Beschreibungen essbarer Wildpflanzen zuzulegen. Wir können Ihnen aus eigener Erfahrung versichern: Es ist faszinierend, wenn Sie das Grün am Wegesrand plötzlich ganz anders wahrnehmen. „Ah, das ist ein Breitwegerich und das dort ist eindeutig eine Wegwarte.“ Die Bewegung an der frischen Luft tut gut und es ist ein super Gefühl, wenn Sie selbst Gesammeltes für ihren grünen Smoothie verwenden – schließlich werden wir damit zu unseren Ursprüngen als Jäger und Sammler zurückgeführt ;) Damit Sie auch wissen, was jetzt im März und in den kommenden Monaten wächst, haben wir für Sie einen übersichtlichen und kompakten Wildkräuter-Saisonkalender zusammengestellt. Hier sehen Sie, in welchen Monaten Sie 51 der wichtigsten heimischen Wildkräuter finden. Im März können Sie beispielsweise Bachbunge, Sauerampfer und Vogelmiere sammeln.
Wildkräuter sammeln - 5 wertvolle Tipps
Wenn Sie die ersten Gehversuche beim Pflanzensammeln machen und beispielsweise mit einem entsprechenden Büchlein auf Erkundungstour gehen möchten, haben wir noch fünf Tipps für Sie:- Die Nähe zu stark befahrenen Straßen, Fabriken, Abwasserkanälen, landwirtschaftlichen Flächen und Hundewiesen sollten Sie vermeiden.
- Nehmen Sie immer nur einen Teil der jeweiligen Pflanze mit und nur so viel, dass der Fortbestand der Pflanzenart in diesem Gebiet gesichert ist.
- Entfernen Sie die Blätter vorsichtig, damit Sie nicht versehentlich die gesamte Pflanze samt Wurzel hinausziehen. Halten Sie dabei den Stil fest und zupfen Sie die Blätter ab.
- Wildkräuter-Einsteigern empfehlen wir, sich anfangs beim Sammeln nur auf eine bestimmte Pflanze zu konzentrieren – so vermeiden Sie Verwechslungen.
- Lassen Sie bei Unsicherheiten das betreffende Wildkraut lieber stehen. Als Faustregel gilt: gelb + glänzend = giftig. Aber auch giftige Doppelgänger sind möglich.
0 Kommentare