Allgemeine Informationen
- Wissenschaftlicher Name: Salix alba
- Pflanzenfamilie: Weidengewächse (Salicaceae)
- Sammelzeit: Die jungen Blätter wachsen ab April. Wenn sie älter werden, können Sie diese trocknen und als Tee aufbrühen. Das zarte innere Rindenkambium sollten Sie bitte unbedingt nur von abgefallenen oder gefällten Baumteilen ernten, denn Rindenverletzungen tun der Silberweide überhaupt nicht gut! Das Kambium können Sie von März bis Mai von den Zweigen schälen.
- Orte: Die Silberweide mag feuchte, periodisch überschwemmte, sandig-kiesige sowie basen- und nährstoffreiche Ton- bzw. Schlickböden. Sie wächst an Ufern von Bächen und Seen, in Auenwäldern und besiedelt auch ehemalige Kies-, Sand- oder Tongruben sowie Ufer von Restgewässern.
- Inhaltstoffe: Bis zu 11 % Salicylate sind in der Silberweide enthalten – im Frühjahr liefert sie die größte Menge des pflanzlichen Aspirins. Außerdem finden sich in der Pflanze ca. 6 % Salicin, eine große Menge Gerbstoffe, Phenylglukoside, Flavonoide, Oxalate (Mineralsalze) und Harze.
- Verwendete Pflanzenteile: Kleinere Mengen der jungen Weidenblätter gelangen in den Smoothie Maker.
Besonderheiten
Das Wichtigste zuerst: Verwenden Sie von den Blättern nur geringe Mengen (bis zu einer Handvoll täglich), denn das darin enthaltene Salicin kann Ihren Organismus beeinträchtigen. Meiden sollten Sie Verzehr und Anwendung der Silberweide zudem in der Schwangerschaft, bei Histaminintoleranz sowie Blutgerinnungsstörungen. Wenn dies nicht auf Sie zutrifft, können Sie gerne die jungen Blätter roh verwenden und in Salate, Quark, aufs Butterbrot oder in den Smoothie geben. Sie verleihen den Speisen einen milden, leicht nussigen Geschmack. Gegart schmecken die Blätter nicht so gut und sollten deshalb eher als Beimischung in Gemüsefüllungen, Spinat oder ähnlichem genutzt werden.Eigenschaften
Die Silberweide soll fiebersenkend, antirheumatisch, schmerzlindernd, entzündungshemmend, zusammenziehend, nervenstärkend, aufbauend, beruhigend, desinfizierend, schweißtreibend, antibakteriell und harnsäureausscheidend wirken.Anwendungsbereiche
In der Naturheilkunde werden zwar auch manchmal Blätter und Kätzchen der Silberweide eingesetzt. Doch allgemein nutzt man für Heilzwecke in den allermeisten Fällen die Weidenrinde. Aus ihr wird ein Aufguss oder Tee hergestellt. Zum Einsatz kommt die Pflanze bei Erkältungen und Infektionen, die mit Fieber einhergehen, sowie bei akuten und chronischen Schmerzen – etwa bei Gicht oder Rheuma. Auch bei Zahn-, Rücken- und Kopfschmerzen, Migräne, Ischias, Arthritis, Halsweh, Nasenbluten, Nervosität, Neuralgien, Lungenerkrankungen, Hautrötung, Geschwulsten, Ödemen, Zahnfleischentzündungen, Geschwüren oder fettender Haut wird sie verwendet. Außerdem soll die Weidenrinde hartnäckige Hornhaut auflösen sowie Warzen und Hühneraugen verschwinden lassen. Wichtiger Hinweis Die Verwendung der Silberweide ist nicht für die Beseitigung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder krankhaften Beschwerden bestimmt. Die hier niedergeschriebenen Angaben beruhen auf Überlieferung und langjähriger Erfahrung. In keinster Weise sollen eben diese Angaben eine Beratung durch einen Arzt ersetzen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte daher an Ihren Arzt oder Ihren Heilpraktiker.Smoothie Rezept mit Silberweide
Sie habe höhere Ansprüche an die Qualität Ihres Smoothies und möchten diesen fluffig, cremig und glatt (feinen) genießen? Dann raten wir Ihnen zum Kauf eines Profi-Mixers oder zumindest eines Hochleistungsmixers, damit die faserreichen Zutaten der Wildpflanzen auch ausreichend verarbeitet werden.- 1 kleine Handvoll junge Blätter der Silberweide
- 3 Stiele Petersilie
- 5 Blätter Basilikum
- 2 große Fleischtomaten
- ½ rote Paprika
- ½ Avocado
- Saft ½ Zitrone mit etwas Schale (nur bei Bio-Produkt)
- 1 Prise Steinsalz
- 1 Prise Chili
- Wasser oder Eiswürfel nach eigenem Geschmack
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