Allgemeine Informationen
- Wissenschaftlicher Name: Claytonia perfoliata
- Pflanzenfamilie: Portulakgewächse (Portulacaceae)
- Sammelzeit: Je nach Standort können Sie Blätter und Stängel des gewöhnlichen Tellerkrauts zwischen Oktober und Mai ernten. Die Pflänzchen blühen von April bis Juli. Die feinen Wurzeln können Sie im Prinzip immer sammeln, wenn Sie das Tellerkraut nicht mehr beernten wollen.
- Orte: Der Winterportulak bevorzugt sandige, feuchte und nährstoffreiche Böden sowie Halbschatten. Sie finden ihn verwildert auf Wegen und Beeten sowie in Parkanlagen.
- Inhaltstoffe: Im Tellerkraut sind Vitamin C, Kalzium, Magnesium, Eisen sowie Omega-3-Fettsäuren enthalten.
- Verwendete Pflanzenteile: In den Smoothie können Sie alle Teile außer der Wurzel des Tellerkrauts geben.
Besonderheiten
Die Blätter, Stängel und Blüten sind aufgrund des leicht nussigen Geschmacks, der an eine Mischung an Feldsalat mit einer leichten Note Vogelmiere erinnert, hervorragend als rohe Zutat geeignet – beispielsweise als knackiger Salat oder mit anderen Salatsorten zusammen, auf Butterbrot, in Quark, Pestos oder Dips. Wenn Sie die zarten Blätter ganz kurz blanchieren, entsteht daraus ein zartes Gemüse, das geschmacklich nun eher dem Blattspinat ähnelt. Fein geschnitten können Sie das Tellerkraut auch als Suppenbeigabe verwenden. Aber bitte nur kurz garen, sonst gehen viele der wertvollen Inhaltsstoffe verloren. Die Wurzel können Sie als Gemüse kochen, wobei diese zusammen mit Butter und etwas Gewürzen ein maronenartiges, leicht süßliches Aroma bekommen. Die weißen kleinen Blüten eignen sich zudem als essbare Dekoration auf zahlreichen Speisen. Und natürlich passt das Tellerkraut - vorausgesetzt Sie haben einen wirklich guten Smoothie-Maker - mit seinem milden Geschmack hervorragend in den grünen Smoothie – ob in süßer oder würziger Variante. Postelein können Sie in ein feuchtes Tuch gewickelt bis zu 7 Tage im Kühlschrank aufbewahren.Eigenschaften
Dem gewöhnlichen Tellerkraut wird eine appetitanregende, entzündungshemmende, beruhigende, verdauungsfördernde, immunstärkende, schmerzstillende und blutreinigende Wirkung nachgesagt.Gewöhnliches Tellerkraut im Video
Anwendungsbereiche
Volksmedizinisch kommt die Pflanze gerne bei Sodbrennen und Magenentzündungen zum Einsatz. Im 18. Jahrhundert wurde es zudem häufig gegen Darmparasiten verwendet. Die Indianer Nordamerikas nutzten das Tellerkraut gerne als Breiumschlag bei rheumatischen Beschwerden. Bekannt sind auch Breiumschläge aus der Pflanze gegen Augenschmerzen. Weitere Anwendungsbereiche des gewöhnlichen Tellerkrauts sind die Vorbeugung von Erkältungskrankheiten sowie von Arterienverkalkung, Frühjahrsmüdigkeit, Verstopfung, Nervenbeschwerden und Nierenleiden. Wichtiger Hinweis Die Verwendung des gewöhnlichen Tellerkrauts ist nicht für die Beseitigung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder krankhaften Beschwerden bestimmt. Die hier niedergeschriebenen Angaben beruhen auf Überlieferung und langjähriger Erfahrung. In keinster Weise sollen eben diese Angaben eine Beratung durch einen Arzt ersetzen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte daher an Ihren Arzt oder Ihren Heilpraktiker.Smoothie Rezept mit Tellerkraut
Sie habe hohe Ansprüche an Ihren Smoothie und möchten diesen fluffig, cremig und glatt (feinen) genießen? Dann raten wir Ihnen zu einer Anschaffung eines Profi-Mixers oder zumindest eines Hochleistungsmixers, damit die faserreichen Zutaten der Wildkräuter auch ausreichend verarbeitet werden.- 1 gute Handvoll vom gewöhnlichen Tellerkraut
- 1 Handvoll Vogelmiere
- 3 Stiele Petersilie
- ½ Salatgurke
- 3 kleinere Röschen Brokkoli
- ½ Avocado
- ½ TL Steinsalz
- Saft einer halben Limette
- Wasser oder Eiswürfel nach eigenem Geschmack
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