Kapuzinerkresse

Kapuzinerkresse

Das Auffälligste an diesen „eingewanderten“ Wildkräutern sind zweifellos ihre herrlichen orangen, roten oder gelben Blüten, die im Sommer und Herbst wunderschön herausleuchten. „Einwanderer“ deshalb, weil die Kapuzinerkresse ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika stammt, bevor die Pflanze auch in unseren Breiten eine Heimat fand. Die Kapuzinerkresse ist sowohl als Zierpflanze wie auch als Küchen- und Heilpflanze geeignet. Sie war 2013 sogar „Arzneipflanze des Jahres“. Ob und wie sich die optisch außergewöhnliche Wildkräuter-Art als Zutat für den grünen Smoothie schlägt, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Allgemeine Informationen

  • Wissenschaftlicher Name: Tropaeolum majus
  • Pflanzenfamilie: Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae)
  • Sammelzeit: Die Blätter der Kapuzinerkresse können Sie von April bis September sammeln. Blütenknospen sind zwischen Mai und August und die unreifen Früchte von August bis Oktober zu finden. Die Pflanze blüht von Juni bis Oktober.
  • Orte: Am häufigsten wächst die Kapuzinerkresse in der Natur auf Schuttunkrautfluren. Sie mag relativ nährstoffreiche Böden und verträgt auch schattige Standorte sehr gut. Häufig wird sie einjährig im Garten angebaut, da sie frostempfindlich ist.
  • Inhaltstoffe: Die Heilpflanze enthält Senfölglykosid, Ascorbinsäure, Flavonoide und Carotinoide.
  • Verwendete Pflanzenteile: Von der Kapuzinerkresse können Sie die Früchte, Blütenknospen, Blüten und Blätter verwenden.

Besonderheiten

Kapuzinerkresse in der Küche

Kapuzinerkresse in der Küche

Sie können die Kapuzinerkresse vielfältig in der Küche einsetzen. Aus den unreifen Früchten sowie den Blütenknospen lassen sich leckere „falsche Kapern“ herstellen. Die Blüten sind eine wundervolle essbare Dekoration, passen aber auch in Kräuterkäse oder zu Kräuterkartoffeln. Sie schmecken mild scharf und können sogar süßen Nachtisch garnieren. Die Blätter besitzen einen schärferen Geschmack. Diese können Sie überall dort einsetzen, wo Sie gerne frisches, würziges Grün dabei haben möchten – kleingehackt in Salaten, auf Kartoffeln oder Butterbrot, in Eierspeisen oder ähnliches. Und natürlich passen sie auch in den grünen Smoothie. Allerdings wird vor übermäßigem Verzehr vor allem des Samens gewarnt, da es ansonsten zu Magendarm-Beschwerden kommen kann.

Eigenschaften

Der Kapuzinerkresse werden schleimlösende, antibiotische, immunstärkende, harntreibende und desinfizierende Eigenschaften zugesprochen. Die enthaltenen Senfölglykoside wirken zudem virustatisch, antimykotisch und bakteriostatisch.

Kapuzinerkresse im Video

Anwendungsbereiche

Kapuzinerkresse auf der Wiese

Kapuzinerkresse in der freien Natur

Die Pflanze wird als gesundheitsförderndes Gewürz eingesetzt und nicht etwa als Tee. Sie soll helfen bei Husten, Bronchitis oder Hals- und Rachenentzündungen. Auch bei Erkältungen sowie Beschwerden des Harnapparates werden ihr heilende Kräfte nachgesagt. Manchmal wird die Pflanze auch äußerlich als durchblutungsförderndes Mittel angewandt – beispielsweise bei Prellungen und Muskelschmerzen.

Wichtiger Hinweis
Die Verwendung der Kapzinerkresse ist nicht für die Beseitigung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder krankhaften Beschwerden bestimmt. Die hier niedergeschriebenen Angaben beruhen auf Überlieferung und langjähriger Erfahrung. In keinster Weise sollen eben diese Angaben eine Beratung durch einen Arzt ersetzen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte daher an Ihren Arzt oder Ihren Heilpraktiker.

Smoothie Rezept mit Kapuzinerkresse

  • 2 Handvoll Postelein (alternativ Feldsalat)
  • 5 Blätter Kapuzinerkresse
  • 1 Apfel
  • 1 Birne
  • ¼ grüne Gurke
  • 1 Esslöffel Hanfsamen (optional)
  • Wasser oder Eiswürfel nach eigenem Geschmack

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