Klette, Wildkräuter Lexikon für Grüne Smoothies

Klette, große

Heute dreht sich in unserem Wildkräuter-Lexikon alles um große Klette. Diese Pflanze macht ihrem deutschen Namen alle Ehre – bis zu 2 Meter hoch kann die große Klette werden. Dennoch versteht sie es meisterlich, sich zu tarnen und ist darauf bedacht, so wenig wie möglich aufzufallen. Wenn Sie einen Hund haben, kennen Sie das: Nur kurz verschwindet er im Gebüsch, um danach über und über mit den Blütenständen der Pflanze wieder herauszukommen. Diese sind mit einem Widerhaken besetzt, was lebenswichtig für die Pflanze ist. Denn durch das Festhaften an Federn, Tierfellen und menschlicher Bekleidung werden sie weiter transportiert und können an neuen Stellen wachsen. So soll der Teil „lappa“ im wissenschaftlichen Namen auch aus dem Griechischen abgeleitet „Ich fange“ bedeuten. Ansonsten hat die große Klette in der Volksmedizin eine lange Geschichte, wird gerne in der Haarpflege verwendet und auch kulinarisch kommen die Pflanzenteile zum Einsatz.

Allgemeine Informationen

  • Wissenschaftlicher Name: Arctium lappa
  • Pflanzenfamilie: Korbblütengewächse (Asteraceae)
  • Sammelzeit: Die Stängel ernten Sie am besten zwischen Mai und August, weil diese dann noch nicht zu zäh sind. Ab April bis mindestens in den August hinein können Sie auch die jungen Blätter und Triebe sammeln. Die Wurzeln werden im Herbst und Winter ausgegraben, die Samen können in August und September geerntet werden.
  • Orte: Die große Klette wächst bevorzugt auf nährstoffreichen Lehmböden. Man findet sie an Wegrändern, Ufern oder Häusern, auf Schuttplätzen und Wiesen sowie in Parks und Gärten.
  • Inhaltstoffe: In der großen Klette sind zwischen 27 und 45 % Inulin enthalten. Außerdem finden sich ätherisches Öl, Bitterstoffe, Gerbsäure, Flavonoide, Glykoside, Fettsäuren, Phosphorsäure und Schleimstoffe. Auch Kalium und antibiotische Wirkstoffe (z.B. Polyne) sollen enthalten sein.
  • Verwendete Pflanzenteile: Im grünen Smoothie verwenden wir die Triebe und jungen Blätter der großen Klette.

Besonderheiten

Ganz Mutige können natürlich auch die großen Blätter der Pflanze verwenden, diese sind allerdings schon arg bitter. Deshalb empfehlen wir, nur die jungen zarten Blätter sowie die Triebe roh zu verzehren – ob in Salaten, als Beigabe zu Gemüsegerichten, in Pestos oder im Smoothie. Auch die geschälten jungen Blütenstängel passen roh in unser Lieblingsgetränk oder als kleine Knabberei, können aber auch wie Spargel zubereitet werden – aber bitte nur vor der Pflanzenblüte sammeln, welche ab Juni losgehen kann. Aus den noch nicht so zähen Pflanzenstängeln wird das Mark herausgeschabt und als Gemüsebrei zubereitet und aus den geernteten Samen wird ein geschmackneutrales Speiseöl hergestellt. Sie können die Samen natürlich auch einfach über Salate, Suppen und Müsli oder aufs Butterbrot streuen. In dem Fall aber bitte unbedingt vorher von allen Härchen befreien, da sich die Samen sonst im Gaumen und auf der Zunge festsetzen können. Am häufigsten ist wohl die Verwendung der Wurzeln in der Küche, welche roh in den Salat geraspelt oder als Back- bzw. Kochgemüse zubereitet werden können. Sie schmecken leicht süßlich und ähnlich wie Schwarzwurzeln, während die restlichen Pflanzenteile im Geschmack etwas an Artischockengemüse erinnern.

Eigenschaften

Der großen Klette werden blutzuckerreduzierende, schweißtreibende, antibiotische, blutreinigende, haarwuchsfördernde, entzündungshemmende, wundheilende, gallensekretionsfördernde, schmerzlindernde, harntreibende, entgiftende und keimtötende Eigenschaften nachgesagt.

Anwendungsbereiche

Entsprechend der zahlreichen Eigenschaften kam und kommt die große Klette auch vielseitig zum Einsatz. In der Volksmedizin finden Wurzelextrakte bei Blasen- und Gallenleiden, Nierensteinen, Gicht, Rheuma, Gastritis, Verstopfung, Diabetes und Lebererkrankungen Verwendung. Außerdem soll die Klettenwurzel in Salben oder als Tee gegen vielerlei Hauterkrankungen helfen, wie Abszesse, Flechten, Hautunreinheiten, Furunkel, Kopfschuppen oder Brandwunden sowie zur Wundheilung. Auch der frisch gepresste Saft soll Hautprobleme lindern. Zudem heißt es, dass die enthaltenen antibiotischen Wirkstoffe das Wachstum von Pilzen und Bakterien hemmen. Ein Aufguss aus Blättern oder Wurzel wird in der russischen Volksmedizin zum Spülen des Mund- und Rachenraums bei entzündlichen Erkrankungen der Schleimhäute empfohlen. Bekannt ist vor allem auch das Öl der Klettenwurzel gegen Haarausfall und für glänzendes Haar. Homöopathisch wird die Pflanze bei rheumatischen Schmerzen, Gebärmuttersenkung und Hautausschlägen eingesetzt.

Wichtiger Hinweis
Die Verwendung der großen Klette ist nicht für die Beseitigung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder krankhaften Beschwerden bestimmt. Die hier niedergeschriebenen Angaben beruhen auf Überlieferung und langjähriger Erfahrung. In keinster Weise sollen eben diese Angaben eine Beratung durch einen Arzt ersetzen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte daher an Ihren Arzt oder Ihren Heilpraktiker.

Smoothie Rezept mit großer Klette

Um die unten aufgeführten Zutaten zu mixen, sollten Sie wenn möglich einen Profi-Mixer oder zumindest einen leistungsstarken Hochleistungsmixer verwenden, damit alle Zutaten auch ausreichend zerkleinert werden können.

Klette für grüne Smoothies

Verwenden Sie die Triebe und junge Blätter der Klette für grüne Smoothies

  • 1 Handvoll junge Blätter und Triebe der großen Klette
  • 5 große Blätter Friseesalat
  • ½ Mango
  • 1 Handvoll Himbeeren
  • 1 EL Hanfsamen
  • Wasser oder Eiswürfel nach eigenem Geschmack

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